Die 30 gewalttätigsten Städte der Welt

Tripolis, Libyen


Die Straßen von Tripolis, wo die Armut den höchsten Stand seit der Revolution von 2011 erreicht hat

Tripolis ist die Hauptstadt Libyens, in der über 3 Millionen Menschen leben. Oberst Muammar Gaddafi übernahm 1969 die Führung des Landes, was zu gewaltsamen Konflikten und Bürgerkrieg führte. Die Behörden raten Touristen, Libyen unter allen Umständen zu meiden, da das Risiko für internationale Besucher extrem hoch ist. Die Gewaltkriminalität nimmt in Tripolis zu, und viele werden wegen ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion angegriffen. Im Jahr 2015 griffen Militante ein Hotel in Tripolis an und töteten mindestens neun Ausländer.

Außerdem ist in Libyen mit umfassender Korruption zu rechnen. Ausländische Staatsangehörige ohne Papiere sind hier der Gefahr von Ausbeutung, willkürlicher und unbefristeter Inhaftierung sowie Schlägen ausgesetzt, die manchmal bis zur Folter reichen. Es hat Tausende von Fällen willkürlicher Verhaftungen gegeben, und bewaffnete Gruppen üben häufig nach eigenem Gutdünken Strafverfolgungsaufgaben aus. Die libyschen Gefängnisse sind überfüllt, und es gibt Vorwürfe über rechtswidrige Tötungen, Folter, sexuelle Gewalt und Zwangsarbeit in den Gefängnissen.

Transport und Taxis Risiko: HOCH
Die Lage in Tripolis ist nach wie vor instabil, so dass es gefährlich ist, sich in der Stadt zu bewegen. Sie könnten jederzeit auf gewalttätige Terroristen oder Diebe treffen. Außerdem sind die Fahrbedingungen hier schlecht, was den Verkehr zusätzlich erschwert, z. B. durch den vom Wind verwehten Sand, der die Sicht behindert.

Betrugs- und Taschendiebstahlrisiko: HOCH
In der Stadt sind viele Betrüger unterwegs, die sich in der Nähe von Geldautomaten aufhalten, um Bargeld zu stehlen. Ausländer sind mehr betroffen als Einheimische. Wer in Tripolis unterwegs ist, muss seine Wertsachen an einem sicheren Ort aufbewahren und jederzeit wachsam sein.

Terrorismusrisiko: HOCH
Extremistische Gruppen, darunter Daesh, verüben regelmäßig Anschläge in Tripolis. Daesh bekannte sich zu einem Terroranschlag auf die Hohe Nationale Wahlkommission in Tripolis am 2. Mai 2018, bei dem mindestens 13 Menschen getötet und viele verletzt wurden, sowie zu weiteren Anschlägen auf die National Oil Corporation im Zentrum von Tripolis am 10. September 2018, bei denen mindestens zwei Menschen getötet wurden, und auf das Außenministerium in Tripolis am 25. Dezember 2018, bei dem mindestens zwei Menschen getötet wurden. Im August 2019 wurden bei der Explosion einer Autobombe in der östlichen Stadt Benghazi fünf Menschen getötet, darunter drei Ausländer.

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